Die Sommermonate stellen die Hauptsaison für Balkonkraftwerke dar, da lange und sonnige Tage eine hohe Stromproduktion versprechen. Dennoch stellen viele Nutzer fest, dass die Leistung an den heißesten Tagen nicht steigt, sondern sinkt. Dies ist auf einen physikalischen Effekt zurückzuführen, den es zu beachten gilt. In diesem Artikel wird erläutert, warum hohe Temperaturen den Ertrag beeinträchtigen und welche einfachen Maßnahmen ergriffen werden können, um die Effizienz der Anlagen im Sommer zu maximieren.
Einfluss der Hitze auf die Leistung
Es mag widersprüchlich erscheinen, doch Solarmodule benötigen zwar Sonnenlicht, jedoch keine hohen Temperaturen. Für die Stromproduktion ist die Lichtmenge entscheidend, während die Temperatur einen negativen Einfluss hat. Mit steigender Temperatur der Solarmodule sinkt deren Effizienz. An einem Tag mit 35 Grad Celsius kann die Temperatur der Module in der direkten Sonne auf 60 bis 70 Grad ansteigen, was zu einem messbaren Leistungsabfall führt.
Dies erklärt, warum ein Balkonkraftwerk an einem kühlen, klaren Frühlingstag unter Umständen mehr Energie erzeugt als an einem heißen Sommertag. Positiv ist, dass durch geeignete Installationsmethoden und einige einfache Anpassungen der negative Effekt der Hitze deutlich verringert werden kann.
Es ist wichtig zu beachten, dass dieser Zusammenhang für alle Photovoltaikanlagen gilt, nicht nur für Balkonkraftwerke. Die Hersteller geben in den technischen Datenblättern den Leistungsverlust pro Grad Temperaturerhöhung an (Temperaturkoeffizient). Im Allgemeinen verliert ein typisches Modul pro Grad über der Normtemperatur einen kleinen, jedoch über den Tag summierten Anteil seiner Leistung.
Quellen: selbermachen, MDR
Bildquelle: KI generiert
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